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72 Jahre danach: Der DDR-Volksaufstand vom 17. Juni als Thema historisch-politischer Bildung

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© Bundesstiftung Aufarbeitung

Am 17. Juni 1953 kam es in der DDR zu landesweiten Streiks, Demonstrationen und Protesten für politische Reformen – darunter freie Wahlen, die Freilassung politischer Gefangener und den Rücktritt der Regierung. Die Proteste mit rund einer Million Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden von den DDR-Polizeikräften und der sowjetischen Armee gewaltsam niedergeschlagen. Über 50 Menschen starben, Tausende wurden verhaftet.
Auch 72 Jahre später bleibt eine Auseinandersetzung mit dem Volksaufstand zentral für unser Demokratieverständnis: Sie zeigt, wie Diktaturen funktionieren – und würdigt den Mut derer, die Widerstand in einem repressiven System leisteten.
Die Broschüre „Volksaufstand – Ein Bildungswegweiser zum 17. Juni 1953“, herausgegeben vom Stasi-Unterlagen-Archiv im Bundesarchiv und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, richtet sich an Akteure der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit und begleitet die pädagogische Arbeit rund um das historische Ereignis.
Nach einer thematischen Einführung werden Bildungsangebote und Onlineportale vorgestellt. Zeitzeugen ermöglichen einen persönlichen Zugang zur Geschichte, der Wegweiser unterstützt bei deren Vermittlung. Zu den Zeitzeugen, die unter anderem für Gespräche in Schulen angefragt werden können, gehören Heinz Puhlmann und Günter F. Toepfer. Ergänzend bietet die Broschüre eine Übersicht über Erinnerungsorte deutschlandweit sowie weiterführende Literatur und Unterrichtsmaterialien.
Der Bildungswegweiser steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.