Zeitzeuge

Ina Reinsch

München, Bayern
* 1972

Freiheit beginnt mit Mut. Es lohnt sich immer, sich für Freiheit und Demokratie stark zu machen.

  • Zeitzeugin Ina Reinsch in der Zeit der deutschen Teilung.
  • Zeitzeugin Ina Reinsch heute.
Themen
  • Kirche
  • Bildung/Erziehung
  • Alltagserfahrungen
  • Ausreise/Ausbürgerung
  • Umbruchserfahrungen seit 1989/90

Biografisches

1972 geboren in Leipzig, verheiratet, zwei Kinder
Anfang 1989 mit 16 Jahren Ausreise aus der DDR
1993 Abitur in München
bis 2000 Studium der Rechtswissenschaften in München und Zürich sowie Rechtsreferendariat in München
2001 Zulassung zur Rechtsanwältin
2001–2003 journalistische Ausbildung
2003–2008 Redakteurin für Recht und Steuern
2008–2017 freie Journalistin mit dem Schwerpunkt Recht, Verbraucher und Arbeitswelt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung
2016–2023 Lehrbeauftragte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster für „Journalismus und Recht“
seit 2017 Wirtschaftsredakteurin (stellvertretende Ressortleiterin) bei einem Wirtschaftsmagazin für Ärztinnen und Ärzte
Mitglied im Bayerischen Journalisten-Verband e. V.

Kurzbeschreibung

Ina Reinsch wurde 1972 in Leipzig geboren.
Sie war 13 Jahre alt, als ihre Eltern 1986 einen Ausreiseantrag stellten und sich ihr Leben radikal änderte: Der Vater erhielt Berufsverbot, die Mutter wurde beruflich degradiert, das Telefon abgehört. Sie ließ sich mit 14 Jahren konfirmieren, die SED-Diktatur verbot ihr, Abitur zu machen, da sie nicht die nötige Verbundenheit mit dem sozialistischen Vaterland bewiesen habe, Freunde wandten sich von ihr ab.
Im Januar 1989 – sie ging in die zehnte Klasse – konnte die Familie ausreisen und zog nach München. Dort wurde sie in die neunte Klasse eines Gymnasiums eingeschult und erlebte mit, wie im Westen das Interesse und die Neugier an den Menschen aus der DDR nach dem Fall der Berliner Mauer alsbald in Abwertung und Desinteresse umschlugen.
Ihre Jugend war geprägt von der Suche nach ihrer Identität zwischen Ost und West.
Heute ist es Ina Reinsch ein Anliegen, insbesondere mit jungen Menschen über das Leben in der DDR und die Bedeutung von Demokratie ins Gespräch zu kommen.